Westalpen 2024
Nun war ich schon des öfteren in den Westalpen unterwegs, bin viel Enduro gefahren aber die Ligurische Grenzkammstraße - Alta Via del Sale bin ich noch nie gefahren. Olaf ging es genauso. Ein offener Punkt auf unser Bucketlist. Nun 2024 sollte es so weit sein und an die LGKS sollte ein Haken gemacht werden und somit wurde die LGKS das Highlight unser Westalpen Runde 2024.

 

Cormet de Areches
Meine KTM 1290 Super Advenure S war mir für das Vorhaben zu viel Adventure, soll heißen zu schwer. Ich besorgte mir daher eine günstige 32 Jahre alte Yamaha XT 600 mit einem 23 Liter Acerbis Tank. Auch nicht super leicht aber sicher 60 kg weniger als die KTM und ein Umfaller wäre auch egal.
Da ich aber die Anreise nach Frankreich nicht mit der alten XT machen wollte, fuhren wir die ersten 1.050 km die Motorräder auf dem Anhänger bis Bourg-en-Bresse.
Von dort starteten wir in den ersten Fahrtag über zwei kleine Schotterstrecken westlich bzw. südwestlich am Cormet de Roselend vorbei, über den Col d'Iseran und den Col de Mont Cenis nach Susa in Italien.
Izoard
Der nächste Tag hatte leider kein gutes Wetter parat und im Westen sah es noch minimal trockner aus als im Osten. Wir verzichteten für den Tag auf Schotter Abstecher und fuhren von Susa rüber nach Briançon in Frankreich, dann über den Col d'Izoard und weiter über den Colle delle Agnello wieder nach Italien. Alle Pässe mehr oder weniger im Nebel, auch den letzten, den Col de Sempeyre leider ohne Ausblick. Der Tag endete im kleinen Dorf Stroppo mit der Übernachtung in einem urigen B&B.
Am dritten Fahrtag war das Wetter deutlich besser und wir konnten auf der Maira-Stura Kammstraße die Ausblicke genießen. Von Delmonte ging es weiter nach Limone Piemonte und wir erkundeten die Gegend um das Fort Marquerie.
LGKS
Der Wettergott meinte es wenigstens am Tag der LGKS Befahrung gut mit uns. Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir am Nordeingang und fuhren die komplette LGKS durch, samt Abstecher zum Monte Saccarelo, in den Süden. Auf der Straße ging es dann wieder nach Frankreich und über Sospel noch den Col de Turini hoch und runter. In Roquebillière übernachteten wir.
Und wieder war das gute Wetter verschwunden und unsere Lust auf Schotterstrecken tendierte gen Null. Alternativ wichen wir nach Westen aus und fuhren die beeindruckende Schlucht Gorges de Daluis in Richtung Col de la Cayolle. Der Pass lag wieder einmal kalt im Nebel dafür kam im Tal von Barcelonnette sogar die Sonne kurz raus. Die Südrampe den Col de Vars hoch war es wieder nass, hinunter sogar trocken aber am Tagesziel in Briançon hatte der Regen uns wieder erwischt.
Ribeauville
Der letzte Fahrtag ging zurück zu unserem Auto in Bourg-en-Bresse. Von Briançon über den Col du Galibier und Col du Telegraphe nach St-Michel-de-Maurienne und weiter bis la Chambre über den Col de la Madeleine. Bis Bourg-en-Bresse waren es dann noch 190 km, die wir aus Zeitgründen auf der schnellsten Strecken über Landstraße fuhren. Das war leider recht langweilig und begleitet von regem Verkehr.
Am nächsten Morgen ging es mit den Motorrädern auf dem Anhänger dann wieder zurück in den Norden.
Es ist immer faszienierend was für tolle Dinge man innerhalb von ein paar Tagen erleben kann. Das durchwachsene Wetter hat unseren Elan für mehr Schotterstrecken ausgebremst aber auf unserem Highlight, der ligurischen Grenzkammstraße, war das Wetterglück auf unserer Seite. Das war das Wichtigste.